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Rezension: Zweitausend Tage Dachau

Die Aufzeichnungen des Theologen und Widerstandskämpfers Karl Adolf Groß bekommen endlich – zum 75-jährigen Gedenken der Befreiung – die Aufmerksamkeit, die sie schon lange verdient haben.

„Die vorliegende, gekürzte und pointierte Fassung seiner Veröffentlichungen springt nun auf eine ganz erfrischende Art immer wieder zwischen den Genres. Es wird nicht klar, ist es ein Sachbuch, ist es Prosa, ist es Lyrik? Aber genau das ist die große Stärke des Buches: Durch seinen ganz eigenen, oft sarkastischen Humor und seinen Wortwirtz gibt er seinen Erzählungen etwas Nahbares und zugleich Kafkaeskes. Vermutlich ist es aber das, dass dieses Buch so aushaltbar und so lesbar macht … Für jene, die einen „menschlichen“ und doch nur bedingt fiktionalen Zugang zum mechanischen Apparat des NS-Regimes suchen, ist dieses Buch eine unbedingte Leseempfehlung.“

Lorzen Kohl, Arbeit und Besinnung 19/2020

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