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Prof. Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten und die Geschichte der Wolfskinder

Für uns bei Molino ist dieses Buch wohl so aufwühlend wie kein anderes in diesem Jahr. Im Juli erscheint das große Buch von Prof. Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten über die sogenannten Wolfskinder:

Nach dem Krieg beginnt das Elend. Tausende Kinder fliehen durch die ostpreußischen Wälder nach Litauen, hungernd, frierend, oft ohne Eltern. Es ist eines der dunkelsten Kapitel unserer Zeit. Aber es gab auch die Gesten von Mitmenschlichkeit und Hilfe, es gab die litauischen Familien, die nicht nur ihr Brot teilten, sondern den „kleinen Deutschen“, die man später Wolfskinder nannte, ein neues Zuhause gaben. Wolfgang von Stetten zeigt diese Glücksmomente auf und dokumentiert den 30-jährigen Einsatz für diese lange vergessenen Kriegsopfer. Sein Buch zeigt aber auch, dass man als Politiker oft unkonventionell handeln muss, will man wirklich etwas erreichen. Und unkonventionell ist das richtige Wort für Wolfgang von Stetten, genannt: der schwarze Baron! Noch heute erreichen ihn viele Briefe von Kriegsopfern, die dank seiner Stiftung wenigstens eine kleine Rente bekommen und ihn auch gerne „Vater der Wolfskinder“ nennen.

„Ostpreußen, Litauen, Deutschland – was ist die wirkliche Heimat? Dort, wo man geboren wurde, dort wo man aufwuchs und lange lebte, dort wo man hoffte, eine neue (alte) Heimat zu finden? Ich scheiterte zwei Mal, als ich versuchte, die Hilfe für die Wolfskinder auf materielle Bedürftigkeit einzuschränken. Die Unterstützung war eine Art Schmerzensgeld für die Verletzungen, Balsam für die geschundenen Seelen und das Heilmittel für die nächtlichen Albträume. Es war für viele aber auch eine Genugtuung, dass sie nicht vergessen waren und andere die Pflicht des Deutschen Staates übernahmen. Auch wenn sie Wanderer zwischen drei Welten bleiben, mögen sie die innere Heimat finden!“ Wolfgang von Stetten

Foto: © Konrad-Adenauer-Stiftung