Karl Adolf Groß, Wolfgang Schöllkopf (Hg.)

Zweitausend Tage Dachau

20,00

von Karl Adolf Groß, Wolfgang Schöllkopf (Hg.)

Berichte und Tagebücher des Häftlings Nr. 16921. Gekürzte Ausgabe des Originals von 1946.

Kategorie:

Beschreibung

Ekkehard Gotthelf alias Karl Adolf Groß weiß sofort, was diese beiden SS-Männer von ihm wollen. Aus Protest gegen Martin Niemöllers Verhaftung hatte er Hunderttausende von Postkarten mit Sprüchen des Theologen drucken lassen und über ganz Deutschland verteilt. Und dafür soll er selbst ins KZ kommen – 2000 Tage lang.

Auf ganz eigenwillige Weise schildert Groß das System KZ in seiner zerstörerischen Sinnlosigkeit, bizarren Normalität und Unmenschlichkeit. Gleichzeitig entdeckt er ausgerechnet dort, was einen Christenmenschen unter all den Herren- und Herdenmenschen ausmacht. Eine literarische Einzelstimme aus dunkelster Zeit, die eindrücklicher nicht sein könnte.

Details:

  • Französische Broschur
  • 13 x 20 cm
  • 240 Seiten
  • ISBN 978-3-948696-03-0

Karl Adolf Groß

Evangelischer Theologe, Pfarrer, später Verleger und Widerstandskämpfer. Wegen „Verbreitung staatsabträglicher Schriften“ vom NS-Regime 2000 Tage in Sachsenhausen und Dachau interniert.

Wolfgang Schöllkopf

Jahrgang 1958, ist Theologe, Landeskundler und Privatdozent an der Universität Tübingen. Als Autor und Herausgeber hat er wichtige Veröffentlichungen zu kirchengeschichtlichen Themen, u.a. zur Rolle der evangelischen Kirche in Württemberg im NS-Staat, vorgelegt. Er war über viele Jahre landeskirchlicher Beauftragter für württembergische Kirchengeschichte und Leiter der Projektstelle zum württembergischen Reformationsjubiläum. Er lebt mit seiner Familie in Ulm.